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SEO & Google

Wie optimiere ich mein Google-Unternehmensprofil?

Von Bernd BroschekVeröffentlicht8 Min. Lesezeit

Cafébesitzerin fotografiert den Eingang ihres Lokals für das UnternehmensprofilKI-Bild

Du optimierst dein Google-Unternehmensprofil, indem du es zuerst bestätigst, dann die genaueste Hauptkategorie wählst und alle Angaben vollständig und richtlinienkonform ausfüllst: echter Firmenname, Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten samt Feiertagen, einzelne Leistungen, Beschreibung und Fotos. Danach zählen laufende Pflege, ehrlich erbetene Rezensionen und ein regelmäßiger Blick in die Statistik.

Warum lohnt sich ein gepflegtes Unternehmensprofil?

Das Google-Unternehmensprofil liefert die Daten für das Kartenpaket in der Google-Suche und für Google Maps. Google nennt in der Hilfe zum lokalen Ranking drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige, korrekte Angaben helfen Google, dein Profil passenden Suchanfragen zuzuordnen. Rezensionen und Verweise anderer Websites zahlen auf die Bekanntheit ein. Wie das Profil mit der Website zusammenspielt, erklärt der Artikel SEO für lokale Unternehmen in Österreich.

Die folgende Anleitung hält sich an die Funktionen, die Google in der offiziellen Hilfe beschreibt. Die Bezeichnungen der Menüpunkte können sich leicht ändern, weil Google die Oberfläche regelmäßig überarbeitet. Die Reihenfolge der Schritte ist bewusst gewählt: Erst kommen die Grundlagen, die über die Zuordnung entscheiden, danach die Pflege.

Physiotherapeutin pflegt am Empfang ihr UnternehmensprofilKI-Bild
Leistungen, Öffnungszeiten und Fotos: Ein vollständiges Profil ist in einer Stunde gepflegt.

Schritt für Schritt zum optimierten Profil

1. Profil beanspruchen und bestätigen

Suche auf Google Maps nach deinem Betrieb. Gibt es schon ein Profil, beanspruchst du es, statt ein neues anzulegen. Laut Google-Hilfe zur Bestätigung stehen je nach Betrieb Telefon oder SMS, E-Mail, Videoanruf oder Postkarte zur Verfügung. Die Methode legt Google fest, die Prüfung dauert bis zu fünf Arbeitstage. Lege das Profil mit einem Firmenkonto an, nicht mit dem privaten Konto eines Mitarbeiters oder einer Agentur.

2. Die Hauptkategorie richtig wählen

Die Hauptkategorie ist der wichtigste Schritt der ganzen Anleitung. Sie sagt Google, was dein Betrieb ist, und steuert, welche Funktionen das Profil bekommt: Restaurants etwa Speisekarte und Reservierung, Gesundheits- und Schönheitsbetriebe eine Buchungsschaltfläche. Google empfiehlt in der Hilfe zu Kategorien eine konkrete statt einer allgemeinen Kategorie, zum Beispiel „Nagelstudio“ statt „Studio“.

So findest du die passende Hauptkategorie:

  1. Tippe beim Bearbeiten der Kategorie dein Kerngeschäft ein und lies die Vorschläge vollständig durch.
  2. Suche bei Google nach deiner wichtigsten Leistung mit Ort und sieh dir an, welche Kategorie die Profile im Kartenpaket unter dem Namen tragen.
  3. Wähle die genaueste Kategorie, die dein Hauptgeschäft beschreibt, nicht die Leistung, die du am liebsten verkaufen würdest.

Zusatzkategorien sind für weitere echte Geschäftsbereiche gedacht. Laut den Richtlinien von Google wählst du so wenige Kategorien wie möglich, und zwar für das, was dein Betrieb ist, nicht für Merkmale oder einzelne Produkte. Beachte: Eine Änderung der Kategorie kann eine erneute Bestätigung auslösen.

3. Den Namen ohne Keyword-Stuffing eintragen

Der Name im Profil muss dem Namen entsprechen, den dein Betrieb im echten Leben verwendet, also auf Schild, Briefpapier und Website. Die Richtlinien von Google verbieten unter anderem:

  • Marketingslogans und Werbezusätze
  • Standortangaben, die nicht zum echten Namen gehören
  • Öffnungszeiten, Telefonnummern oder Website-Adressen
  • Wörter durchgehend in Großbuchstaben und unnötige Sonderzeichen

Google nennt selbst ein Beispiel: „Pizza Pronto 24 Stunden geöffnet“ ist unzulässig, „Pizza Pronto“ ist korrekt. Bei Verstößen behält sich Google vor, den Zugriff auf das Profil zu sperren. Ein zusätzliches Keyword im Namen ist dieses Risiko nicht wert.

4. Adresse oder Einzugsgebiet festlegen

Empfängst du Kunden an deiner Adresse, etwa im Geschäft, in der Praxis oder im Lokal, zeigst du die Adresse an. Die Richtlinien verlangen einen echten Standort mit dauerhafter Beschilderung, virtuelle Büros sind nicht erlaubt. Arbeitest du beim Kunden, etwa als Installateur oder Reinigungsfirma, entfernst du laut Hilfe zu Einzugsgebieten die Adresse und gibst nur das Einzugsgebiet an.

Für das Einzugsgebiet gelten klare Grenzen: maximal 20 Gebiete, festgelegt über Städte, Postleitzahlen oder Regionen, und ein Radius ist nicht möglich. Die Grenzen sollten nicht mehr als ungefähr zwei Autostunden vom Standort entfernt liegen. Betriebe, die beides anbieten, etwa ein Restaurant mit Lieferdienst, zeigen Adresse und Einzugsgebiet gemeinsam.

5. Öffnungszeiten samt Feiertagen pflegen

Trage deine regulären Öffnungszeiten ein. Saisonbetriebe geben laut Richtlinien die Zeiten der offenen Saison an. Für Feiertage, Betriebsurlaub und Sonderöffnungen gibt es die speziellen Öffnungszeiten: Unter „Profil bearbeiten“ und „Öffnungszeiten“ wählst du ein Datum und trägst Zeiten oder „Geschlossen“ ein. Denk an österreichische Feiertage wie den 8. Dezember oder Fronleichnam, an denen Kunden oft unsicher sind, ob du geöffnet hast.

6. Leistungen einzeln anlegen

Im Bereich Dienstleistungen schlägt Google passende Einträge zur Kategorie vor. Fehlt eine Leistung, legst du laut Hilfe zu Dienstleistungen eine benutzerdefinierte an. Jede Leistung bekommt einen eigenen Eintrag mit kurzer Beschreibung, optional mit Preis. Telefonnummern oder Preise gehören nicht in die Bezeichnung, solche Einträge lehnt Google ab. Ein Elektriker legt also „Photovoltaik-Anlage“, „E-Ladestation“ und „Elektroinstallation Neubau“ getrennt an.

7. Die Beschreibung schreiben

Für die Beschreibung stehen laut Google-Hilfe 750 Zeichen zur Verfügung. Links, HTML, Preise und Aktionen gehören nicht hinein. Bewährt hat sich dieser Aufbau:

  1. Was dein Betrieb anbietet und wo er sitzt.
  2. Was dich von anderen unterscheidet, etwa Spezialisierung, Erfahrung oder Arbeitsweise.
  3. Für wen du arbeitest und in welchem Gebiet.
  4. Ein Satz zur Geschichte oder zum Team.

Schreib für Menschen, nicht für die Suchmaschine. Die wichtigsten Suchbegriffe kommen bei einer ehrlichen Beschreibung ohnehin von selbst vor. Wie du den Satz zur Geschichte deines Betriebs findest, erklärt der Ratgeber Corporate Storytelling: Anleitung für kleine Betriebe.

8. Fotos und Videos hochladen

Laut Google-Hilfe zu Fotos gelten diese Vorgaben:

MediumVorgabe
FotosJPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel
Videosbis 30 Sekunden, bis 75 MB, Auflösung 720p oder höher
Sichtbarkeitneue Medien erscheinen meist nach 24 bis 48 Stunden

Lade Logo, Titelbild, Außenansicht mit Eingang, Innenräume, Team und Arbeitsbeispiele hoch. Google rät zu scharfen, gut ausgeleuchteten Fotos ohne starke Bearbeitung. Echte Fotos aus deinem Betrieb wirken glaubwürdiger als Bilder aus einer Bildagentur.

9. Beiträge veröffentlichen

Mit Beiträgen teilst du Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen direkt im Profil. Beiträge ohne angegebenen Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten. Eine Telefonnummer im Beitragstext kann zur Ablehnung führen, nutze stattdessen die Aktionsschaltfläche. Ein realistischer Rhythmus für kleine Betriebe ist ein Beitrag im Monat, etwa ein abgeschlossenes Projekt mit Foto.

10. Fragen und Antworten nach der Umstellung

Google hat laut Änderungsprotokoll für Entwickler die Schnittstelle für Fragen und Antworten am 3. November 2025 eingestellt und begründet das mit einer Überarbeitung der Funktion. Prüfe in deinem Profil, ob der Bereich bei dir noch angezeigt wird. Unabhängig davon gilt: Die häufigsten Kundenfragen beantwortest du in Beschreibung, Leistungen und auf deiner Website. Dort sind die Antworten für Kunden und Suchsysteme gleichermaßen zu finden. Wie KI-Systeme deinen Betrieb beschreiben, erklärt der Artikel KI-Sichtbarkeit für Betriebe.

11. Rezensionen sammeln und beantworten

Im Profil findest du einen Rezensionslink samt QR-Code zum Teilen auf Rechnungen, in Dankes-E-Mails oder im Geschäft. Die Richtlinie zu gefälschten Interaktionen verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder Gratisleistungen für eine Rezension, gezieltes Fragen nur zufriedener Kunden und Druck auf Kunden vor Ort. Erlaubt ist, alle Kunden ohne Gegenleistung um eine ehrliche Bewertung zu bitten.

Beantworte jede Rezension. Google empfiehlt laut Hilfe zu Antworten, konstruktiv und freundlich zu reagieren. Die Antwort ist öffentlich, und der Rezensent wird benachrichtigt. Bei Kritik hilft ein einfacher Aufbau: Dank für die Rückmeldung, kurze sachliche Darstellung ohne Kundendaten, Angebot zur Klärung per Telefon. Rezensionen, die gegen Richtlinien verstoßen, kannst du melden.

Ohne Markierung landen Besucher aus dem Profil in deiner Website-Statistik oft im allgemeinen Google-Verkehr. Mit UTM-Parametern trennst du sie sauber. Laut Google-Analytics-Hilfe braucht es immer utm_source, utm_medium und utm_campaign. Ein Website-Link im Profil sieht dann etwa so aus:

https://www.dein-betrieb.at/?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=unternehmensprofil

13. Statistiken auswerten

Die Leistungsdaten gibt es nur für bestätigte Profile. Sie zeigen unter anderem Aufrufe, Suchanfragen, Anrufe, Wegbeschreibungen, Website-Klicks, Nachrichten und Buchungen. Vergleiche einmal im Monat mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Steigen Anrufe und Routenanfragen nach einer Änderung, war die Änderung richtig. Die Suchanfragen zeigen dir außerdem, mit welchen Begriffen Kunden dich finden.

Öffnungszeiten an der Tür und am Handy im VergleichKI-Bild
Häufigster Fehler: Öffnungszeiten im Profil stimmen nicht mit der Tür überein.

Welche Fehler kommen am häufigsten vor?

FehlerFolgeLösung
Ortsname oder Suchbegriff im FirmennamenVerstoß gegen die Richtlinien, Sperre möglichechten Firmennamen ohne Zusätze verwenden
Zu allgemeine HauptkategorieProfil passt zu falschen Suchen, branchentypische Funktionen fehlengenaueste Kategorie für das Kerngeschäft wählen
Viele Zusatzkategorien für einzelne Produkteunklares Bild für Googlewenige Kategorien, Produkte als Leistungen anlegen
Feiertage nicht eingetragenKunden stehen vor verschlossener Tür, verärgerte Rezensionenspezielle Öffnungszeiten vorab pflegen
Wohnadresse sichtbar, obwohl keine Kunden kommenentspricht nicht den Vorgaben von Google, ungewollte BesucheAdresse entfernen, Einzugsgebiet angeben
Rabatt oder Gutschein gegen RezensionVerstoß gegen die Richtlinie zu gefälschten Interaktionenalle Kunden ohne Gegenleistung fragen
Kritische Rezensionen unbeantwortetInteressenten sehen nur die Kritiksachlich und freundlich antworten
Profil im Konto eines Ex-Mitarbeiters oder einer AgenturZugriff geht verlorenFirmenkonto als Inhaber verwenden
Website-Link ohne UTM-ParameterErfolg des Profils nicht messbarUTM-Parameter anhängen
Bildagentur-Fotos statt echter Bilderwenig Vertrauen, kein Eindruck vom Betriebeigene Fotos von Räumen, Team und Arbeit

Fazit

Ein optimiertes Google-Unternehmensprofil beginnt mit zwei Entscheidungen: der genauesten Hauptkategorie und dem echten Firmennamen ohne Zusätze. Danach machen vollständige Angaben, einzeln angelegte Leistungen, echte Fotos und gepflegte Öffnungszeiten das Profil für Kunden nützlich. Rezensionen sammelst du ehrlich und ohne Anreize, und jede bekommt eine Antwort. Mit UTM-Parametern und den Leistungsdaten siehst du, ob sich die Arbeit lohnt.

Wenn dir für Einrichtung und laufende Pflege die Zeit fehlt, übernimmt Ipsom aus Schwaz das gerne: Google-Unternehmensprofil optimieren lassen.

Häufige Fragen

Noch Fragen?

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Du brauchst nur ein Google-Konto und musst das Profil bestätigen. Kosten entstehen erst, wenn du zusätzlich Google Ads schaltest oder die Pflege an eine Agentur auslagerst.

Wie lange dauert die Bestätigung des Profils?

Laut Google dauert die Prüfung nach den Bestätigungsschritten bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Welche Methode du bekommst, etwa Telefon, E-Mail, Video oder Postkarte, legt Google automatisch fest. Ein Code per Postkarte verfällt nach 30 Tagen.

Wie oft sollte ich das Profil bearbeiten?

Grundangaben wie Name, Kategorie und Adresse änderst du nur, wenn sich am Betrieb etwas ändert. Öffnungszeiten prüfst du vor jedem Feiertag und jedem Betriebsurlaub. Neue Fotos und Beiträge, etwa einmal im Monat, zeigen Kunden, dass dein Betrieb aktiv ist. Beiträge ohne Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten.

Kann ich eine unfaire Rezension löschen lassen?

Nur wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstößt, etwa bei Spam, Beleidigungen oder Rezensionen ohne echte Erfahrung. Du meldest sie über die Rezensionsverwaltung im Profil. Negative, aber sachlich zutreffende Rezensionen entfernt Google nicht. Eine ruhige, sachliche Antwort ist dann der bessere Weg.

Gibt es die Fragen und Antworten im Profil noch?

Google hat die Schnittstelle für Fragen und Antworten am 3. November 2025 eingestellt und die Funktion laut eigener Ankündigung umgebaut. Prüfe in deinem Profil, ob der Bereich bei dir noch angezeigt wird. Die wichtigsten Kundenfragen gehören ohnehin in Beschreibung, Leistungen und auf deine Website.

Darf ich mehrere Profile für meinen Betrieb anlegen?

Pro Standort ist ein Profil erlaubt. Hast du mehrere Standorte mit eigener Beschilderung und Kundenverkehr, bekommt jeder Standort ein eigenes Profil. Arbeitest du nur beim Kunden vor Ort, darfst du genau ein Profil mit Einzugsgebiet anlegen. Zusätzliche Profile für weitere Orte ohne echten Standort verstoßen gegen die Richtlinien.

Wenn du es nicht selbst machen willst

Lieber umsetzen lassen?

Ipsom aus Schwaz setzt das für Betriebe in ganz Österreich um – zum Festpreis, mit einem festen Ansprechpartner.

+43 677 6400 4249
Über den Autor
Bernd Broschek, Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek, BEd

Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek ist bei Ipsom in Schwaz für Webdesign und Suchmaschinenoptimierung zuständig – und der Ansprechpartner, der Projekte vom ersten Gespräch bis nach dem Livegang begleitet. In den Google-Bewertungen von Ipsom ist sein Name der, der am häufigsten fällt. Im Ratgeber schreibt er auf, was in Projekten mit kleinen Betrieben in Österreich wirklich funktioniert.

Schwerpunkte
  • Webdesign
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Google-Unternehmensprofil
  • KI-Sichtbarkeit