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Website & Webdesign

Webhosting und Website-Wartung: was dazugehört, was es kostet und was ohne Wartung passiert

Von Bernd BroschekVeröffentlicht9 Min. Lesezeit

Techniker prüft in einer kleinen, aufgeräumten Serverraum-Ecke einen Laptop neben einem Server-RackKI-Bild

Website-Wartung ist die laufende Pflege deiner Website nach dem Livegang: Updates für System, Theme und Plugins, regelmäßige Backups, Überwachung von Sicherheit und Erreichbarkeit sowie kleine Änderungen. Webhosting ist der Server, auf dem die Website liegt. Beides kostet laufend Geld, bei Ipsom zum Beispiel 20 € im Monat zusammen. Ohne Wartung wird jede Website mit der Zeit unsicher.

Was gehört zur Website-Wartung?

Website-Wartung besteht aus wiederkehrenden Aufgaben, die man von außen kaum sieht. Erst wenn eine dieser Aufgaben länger liegen bleibt, merkst du es, meist an einer Fehlermeldung oder einem Formular, das nicht mehr ankommt. Zu einer vollständigen Wartung gehören diese Punkte:

  • Updates: Das System (etwa WordPress), das Theme und alle Plugins werden aktuell gehalten.
  • Backups: Dateien und Datenbank werden regelmäßig gesichert, getrennt vom Server aufbewahrt und die Wiederherstellung wird getestet.
  • Sicherheit: Sichere Passwörter, eine zweite Anmeldestufe für Administratoren und das Entfernen nicht genutzter Plugins.
  • Überwachung: Jemand merkt, wenn die Website nicht erreichbar ist oder das SSL-Zertifikat ausläuft.
  • Server-Software: Die PHP-Version am Server wird rechtzeitig auf eine unterstützte Version umgestellt.
  • Funktionsprüfung: Kontaktformular, Buchung und Darstellung am Handy werden nach Änderungen geprüft.
  • Kleine Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein Foto, ein geänderter Preis.

Webhosting und Wartung: Was ist der Unterschied?

Webhosting und Website-Wartung werden oft in einem Atemzug genannt, sind aber zwei verschiedene Leistungen. Das Hosting stellt den Server bereit. Die Wartung kümmert sich um die Website, die auf diesem Server läuft. Die WordPress-Dokumentation hält ausdrücklich fest, dass Hoster nicht für die Anwendung verantwortlich sind, die du auf ihrem Server installierst (WordPress Hardening, abgerufen am 19.10.2026).

WebhostingWebsite-Wartung
Worum es gehtder Server, auf dem die Website liegtdie Website selbst mit System, Theme und Plugins
Typische AufgabenSpeicherplatz, Erreichbarkeit, PHP-Version, E-Mail-Postfächer, SSL-ZertifikatUpdates, Backups prüfen, Sicherheit, kleine Änderungen, Funktionstests
Wer es oft machtHosting-Anbieter oder AgenturAgentur, Webdesigner oder du selbst
Was ohne passiertdie Website ist nicht erreichbardie Website läuft weiter, wird aber angreifbar

Für dich als Inhaber ist vor allem wichtig, dass beide Leistungen klar verteilt sind. Gibt es einen Hoster und daneben niemanden, der Updates einspielt, bleibt die Wartung oft einfach liegen. Bei einer Agentur, die Hosting und Wartung gemeinsam übernimmt, hast du eine einzige Ansprechperson, wenn etwas nicht funktioniert.

Betriebsinhaber sitzt entspannt mit dem Smartphone an einem Café-Tisch, im Hintergrund zeigt ein Laptop ein grünes Status-DashboardKI-Bild
Wenn Updates, Backups und Überwachung laufen, musst du dich um deine Website kaum kümmern.

Wie oft muss eine Website gewartet werden?

Eine feste Regel für alle Websites gibt es nicht. Eine einfache Firmenwebsite mit wenigen Plugins braucht weniger Pflege als ein Webshop mit Zahlungsanbieter und Buchungssystem. Aus der Erfahrung mit kleinen Betrieben hat sich bei Ipsom ein Rhythmus bewährt, den die folgende Tabelle als Orientierung zeigt:

RhythmusAufgaben
laufend, automatischBackups, Überwachung der Erreichbarkeit, kleinere Sicherheitsupdates
monatlichUpdates von Theme und Plugins einspielen, danach Formular und Startseite prüfen
vierteljährlichWiederherstellung eines Backups testen, nicht genutzte Plugins und Benutzer entfernen
jährlichPHP-Version prüfen, Domain und Zertifikate kontrollieren, Inhalte wie Impressum und Preise durchsehen

Beim Backup-Rhythmus lohnt sich ein Blick auf die Empfehlungen des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Das BSI rät zu einer regelmäßigen Datensicherung, deren Häufigkeit davon abhängt, wie oft sich die Daten ändern. Außerdem soll das Backup räumlich getrennt aufbewahrt werden, und du musst sicherstellen, dass sich die Daten auch wieder einspielen lassen (BSI, abgerufen am 19.10.2026). Ein Backup, das nie getestet wurde, ist im Ernstfall oft wertlos.

Was kostet Website-Wartung?

Was Website-Wartung kostet, hängt vom Leistungsumfang ab: ob das Hosting dabei ist, ob E-Mail-Postfächer enthalten sind und ob kleine Änderungen in der Pauschale stecken oder extra verrechnet werden. Ein konkretes Beispiel: Bei Ipsom sind Hosting und Wartung in 20 € pro Monat netto zusammengefasst, E-Mail-Postfächer inklusive. Über drei Jahre ergibt das 720 € netto.

Andere Anbieter rechnen Hosting, Wartung und E-Mail getrennt ab oder bieten Pakete mit unterschiedlichem Umfang an. Ein seriöser Vergleich gelingt nur, wenn du für jedes Angebot dieselben Fragen stellst:

  • Ist das Hosting in der Pauschale enthalten oder kommt es dazu?
  • Wie viele E-Mail-Postfächer sind dabei?
  • Wer spielt Updates ein, und wie oft?
  • Wie oft wird gesichert, wo liegen die Backups, und wer stellt im Notfall wieder her?
  • Sind kleine inhaltliche Änderungen enthalten, und wenn ja, wie viele?
  • Welche Lizenzen für kostenpflichtige Plugins oder Software kommen dazu?

Wie sich die laufenden Kosten in die Gesamtkosten einer neuen Website einfügen, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website in Österreich?. Dort findest du auch eine Checkliste für den Angebotsvergleich.

Tischler in seiner Werkstatt in Tirol schaut besorgt auf einen Laptop mit zerbrochenem Seitenlayout und rotem WarnsymbolKI-Bild
Ohne Wartung fällt ein Fehler oft erst auf, wenn ein Kunde anruft und fragt, was mit der Website los ist.

Was passiert ohne Wartung?

Eine Website ohne Wartung läuft oft monatelang scheinbar problemlos weiter. Die Risiken wachsen trotzdem jeden Monat, weil Software altert und Sicherheitslücken bekannt werden. Diese Folgen sehen wir in Projekten mit kleinen Betrieben immer wieder, wenn eine Website jahrelang niemand gepflegt hat.

Sicherheitslücken in veralteter Software

Die WordPress-Dokumentation nennt alte und veraltete Plugins und Software als typischen Angriffsweg und rät, Plugins immer aktuell zu halten. Ältere WordPress-Versionen werden laut WordPress nicht mit Sicherheitsupdates gepflegt (WordPress Hardening, abgerufen am 19.10.2026). Eine gehackte Website kann Spam verschicken, Besucher auf fremde Seiten umleiten oder von Google mit einer Warnung versehen werden.

Veraltete PHP-Version am Server

PHP ist die Programmiersprache, auf der WordPress und viele andere Systeme laufen. Laut php.net bekommt jede PHP-Version zwei Jahre volle Unterstützung und danach zwei weitere Jahre nur noch kritische Sicherheitskorrekturen. PHP 8.2 erhält zum Beispiel nur noch bis 31.12.2026 Sicherheitsupdates (php.net, abgerufen am 19.10.2026). Für Versionen nach dem Supportende warnt php.net vor ungepatchten Sicherheitslücken.

WordPress empfiehlt aktuell PHP 8.3 oder neuer. Ältere Versionen ab PHP 7.4 funktionieren laut WordPress zwar noch, haben aber ihr offizielles Supportende erreicht und können die Website angreifbar machen (WordPress-Anforderungen, abgerufen am 19.10.2026). Stellt der Hoster die PHP-Version um, brechen alte Themes und Plugins dabei oft: Das Layout zerfällt oder Seiten zeigen nur noch Fehlermeldungen.

Formulare, Zertifikate und Backups

Weitere Folgen fehlender Wartung fallen weniger auf, kosten aber Anfragen: ein Kontaktformular, dessen Nachrichten nicht mehr ankommen, ein abgelaufenes SSL-Zertifikat, bei dem der Browser vor deiner Website warnt, oder ein Backup, das seit Monaten nicht mehr läuft. Fällt dann die Website aus, gibt es keinen aktuellen Stand, den man wiederherstellen kann.

WordPress-Wartung: worauf es ankommt

WordPress nimmt dir einen Teil der Wartung ab. Seit Version 3.7 spielt WordPress kleinere Versionen und Sicherheitsupdates auf den meisten Websites automatisch ein, größere Versionen musst du selbst starten (WordPress, abgerufen am 19.10.2026). Für Plugins und Themes können Administratoren automatische Updates seit WordPress 5.5 einzeln einschalten (WordPress, abgerufen am 19.10.2026).

Automatische Updates ersetzen keine Wartung. Ein Plugin-Update kann mit einem anderen Plugin oder dem Theme in Konflikt geraten. WordPress rät deshalb, vor Updates ein Backup zu machen, damit du im Fehlerfall zurückkehren kannst. Für eine sichere WordPress-Website gelten außerdem einige einfache Regeln aus der WordPress-Dokumentation:

  • Plugins und Themes nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren.
  • Nicht genutzte Plugins löschen, nicht nur deaktivieren.
  • Starke Passwörter verwenden und die Anmeldung in zwei Schritten einschalten.
  • Den Hoster fragen, welche Sicherheitsvorkehrungen er trifft.

Ob WordPress, ein anderes Redaktionssystem oder ein Baukasten für deinen Betrieb passt, hängt auch davon ab, wie viel Wartung du selbst übernehmen willst. Beim Baukasten übernimmt der Anbieter Technik und Updates, dafür bist du an die Plattform gebunden. Den Vergleich findest du im Ratgeber Webagentur oder Baukasten.

Webhosting in Tirol: worauf du bei einer Hosting-Agentur achtest

Ob du Webhosting in Tirol, in Wien oder bei einem großen Anbieter suchst: Bei jeder Hosting-Agentur zählen dieselben Punkte. Ein regionaler Anbieter hat den Vorteil, dass du jemanden anrufen kannst, der deine Website kennt. Frag bei jeder Hosting-Agentur in Tirol und anderswo konkret nach:

  • Serverstandort: Wo stehen die Server, in Österreich, in der EU oder außerhalb?
  • Auftragsverarbeitung: Der Hoster verarbeitet Daten deiner Besucher in deinem Auftrag, etwa Anfragen aus dem Kontaktformular. Die Datenschutzbehörde erklärt, was eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO mit einem Auftragsverarbeiter enthalten muss (Datenschutzbehörde, abgerufen am 19.10.2026). Frag nach diesem Vertrag. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.
  • Backups: Wie oft wird gesichert, wo liegen die Kopien, und wie schnell ist eine Wiederherstellung möglich?
  • PHP-Version: Läuft der Server auf einer Version mit aktivem Support, und wer kümmert sich um die Umstellung?
  • E-Mail: Sind Postfächer enthalten, und wie viele?
  • Domain: Läuft die Domain auf deinen Betrieb? Bei einem Anbieterwechsel ist das entscheidend.
  • Ansprechpartner: Gibt es eine feste Person, die du bei Problemen erreichst?

Checkliste: Ist deine Website gut gewartet?

Mit dieser Checkliste prüfst du in etwa einer halben Stunde, ob die Wartung deiner Website funktioniert. Beantworte jeden Punkt mit Ja oder Nein. Jedes Nein ist ein Punkt für das nächste Gespräch mit deinem Webdesigner oder Hoster.

  1. Zuständigkeit: Weißt du, wer Updates einspielt und wer der Hoster ist?
  2. Updates: Sind System, Theme und Plugins auf dem aktuellen Stand? Im WordPress-Dashboard unter „Aktualisierungen“ siehst du das sofort.
  3. Backup: Gibt es ein aktuelles Backup, das nicht nur auf demselben Server liegt?
  4. Wiederherstellung: Wurde ein Backup schon einmal testweise eingespielt?
  5. PHP-Version: Läuft deine Website auf einer PHP-Version, die laut php.net noch unterstützt wird?
  6. SSL: Zeigt der Browser beim Aufruf deiner Website das Schloss-Symbol ohne Warnung?
  7. Formular: Kommt eine Testanfrage über dein Kontaktformular an?
  8. Plugins: Sind nicht genutzte Plugins gelöscht?
  9. Zugänge: Haben nur Personen Administratorzugang, die ihn wirklich brauchen, mit starkem Passwort und Anmeldung in zwei Schritten?
  10. Handy: Funktioniert die Website am Smartphone noch wie gewohnt? Wie du das testest, zeigt der Ratgeber zu responsivem Webdesign.
  11. Vertrag: Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit deinem Hoster?

Fazit

Webhosting stellt den Server bereit, Website-Wartung hält die Website darauf sicher und funktionsfähig. Zur Wartung gehören Updates, getestete Backups, Überwachung und kleine Änderungen. Ohne Wartung veralten Software und PHP-Version, und das Risiko von Sicherheitslücken und Ausfällen steigt mit jedem Monat. Bei den Kosten zählt der Leistungsumfang: Bei Ipsom sind Hosting und Wartung in 20 € pro Monat zusammengefasst, E-Mail-Postfächer inklusive.

Wenn du bei der Checkliste mehrmals Nein sagst oder schlicht keine Zeit für Updates und Backups hast, lohnt sich ein Gespräch mit Profis. Ipsom aus Schwaz übernimmt Hosting und Wartung für Websites von Betrieben in ganz Österreich, mit einem festen Ansprechpartner. Mehr dazu steht auf der Seite Webdesign in Tirol.

Was kostet Website-Wartung pro Monat?

Das hängt davon ab, was in der Wartung enthalten ist und ob das Hosting dazugehört. Bei Ipsom kosten Hosting und Wartung zusammen 20 € pro Monat netto, E-Mail-Postfächer inklusive. Vergleiche bei jedem Anbieter, welche Aufgaben die Pauschale abdeckt und was extra verrechnet wird.

Was ist der Unterschied zwischen Webhosting und Wartung?

Webhosting ist der Server, auf dem deine Website liegt und von dem sie ausgeliefert wird. Wartung ist die laufende Pflege der Website selbst: Updates, Backups, Überwachung und kleine Änderungen. Ein Hoster kümmert sich um den Server, aber laut WordPress-Dokumentation nicht um die Anwendung, die du darauf installierst.

Kann ich meine WordPress-Website selbst warten?

Ja, wenn du Zeit und etwas technisches Verständnis hast. Wichtig ist, vor jedem Update ein Backup anzulegen, Updates regelmäßig einzuspielen und danach die wichtigsten Seiten und das Kontaktformular zu prüfen. Kleinere Sicherheitsupdates spielt WordPress seit Version 3.7 automatisch ein, für Plugins und Themes musst du automatische Updates selbst einschalten.

Was passiert, wenn ich meine Website nicht warte?

Die Website läuft oft noch eine Weile weiter, wird aber mit jedem Monat anfälliger. Veraltete Plugins und Themes sind laut WordPress ein häufiger Angriffsweg. Dazu kommen Darstellungsfehler nach Server-Umstellungen, abgelaufene Zertifikate und im schlimmsten Fall eine gehackte Website ohne brauchbares Backup.

Wie oft sollte ich ein Backup meiner Website machen?

Das BSI empfiehlt eine regelmäßige Datensicherung, deren Häufigkeit sich danach richtet, wie oft sich deine Daten ändern. Für eine Firmenwebsite heißt das: automatisch und regelmäßig, zusätzlich vor jedem größeren Update. Ebenso wichtig ist, das Wiederherstellen ab und zu zu testen.

Woran erkenne ich eine gute Hosting-Agentur in Tirol?

Eine gute Hosting-Agentur in Tirol oder anderswo sagt dir klar, wo die Server stehen, bietet einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an und erklärt, wie Backups gemacht und getestet werden. Sie nennt dir einen festen Ansprechpartner und registriert die Domain auf deinen Betrieb, nicht auf sich selbst.

Wenn du es nicht selbst machen willst

Lieber umsetzen lassen?

Ipsom aus Schwaz setzt das für Betriebe in ganz Österreich um – zum Festpreis, mit einem festen Ansprechpartner.

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Über den Autor

Bernd Broschek, Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek, BEd

Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek ist bei Ipsom in Schwaz für Webdesign und Suchmaschinenoptimierung zuständig – und der Ansprechpartner, der Projekte vom ersten Gespräch bis nach dem Livegang begleitet. In den Google-Bewertungen von Ipsom ist sein Name der, der am häufigsten fällt. Im Ratgeber schreibt er auf, was in Projekten mit kleinen Betrieben in Österreich wirklich funktioniert.

Schwerpunkte

  • Webdesign
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Google-Unternehmensprofil
  • KI-Sichtbarkeit