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Website & Webdesign

Webagentur oder Baukasten: Was ist besser für deinen Betrieb?

Von Bernd BroschekVeröffentlicht8 Min. Lesezeit

Website selbst bauen oder mit einer Agentur – zwei Arbeitsweisen an einem SchreibtischKI-Bild

Ein Baukasten passt, wenn du einen einfachen Auftritt mit wenigen Seiten selbst bauen willst und dafür Zeit hast. Eine Webagentur passt, wenn die Website Anfragen bringen, bei Google gefunden werden und mit deinem Betrieb wachsen soll. Entscheidend sind dein Budget, deine eigene Zeit und wie abhängig du von einem Plattformanbieter sein willst.

Was ist ein Baukasten, was macht eine Webagentur?

Ein Website-Baukasten ist ein Online-Dienst, mit dem du eine Website aus fertigen Vorlagen selbst zusammenstellst. Bekannte Beispiele sind Wix, Jimdo, Squarespace und WordPress.com. Hosting, Technik und Updates übernimmt der Baukasten-Anbieter. Du zahlst in der Regel eine laufende Gebühr und gestaltest Seiten, Texte und Bilder im Editor selbst.

Eine Webagentur plant und baut die Website für dich: Struktur, Design, Texte, Technik und Suchmaschinen-Grundlagen. Je nach Webagentur entsteht die Website in einem Redaktionssystem wie WordPress, als eigene Programmierung oder manchmal sogar in einem Baukasten. Du zahlst einen einmaligen Preis für die Erstellung und laufende Kosten für Hosting und Wartung.

Webagentur und Baukasten im Vergleich

Die Tabelle stellt Baukasten und Webagentur in den Punkten gegenüber, die für kleine Betriebe am meisten zählen. Die Agenturpreise stammen von Ipsom als konkretes Beispiel. Baukasten-Tarife ändern sich häufig und unterscheiden sich je nach Anbieter stark, deshalb stehen sie nicht in der Tabelle.

KriteriumBaukastenWebagentur
Kosten am Anfanggering, Gebühr ab dem Starteinmaliger Erstellungspreis, bei Ipsom ab 1.400 € netto
Laufende KostenTarifgebühr, Zusatzfunktionen oft extraHosting und Wartung, bei Ipsom 20 € pro Monat
Eigener Zeitaufwandhoch: bauen, schreiben, testen, pflegengering bis mittel: Gespräche, Material, Freigaben
DesignVorlagen, anpassbar im Rahmen des Editorseigenes Design für deinen Betrieb
SEOGrundfunktionen vorhanden, Umsetzung liegt bei dirGrundlagen von Anfang an eingebaut, Qualität hängt von der Agentur ab
Erweiterbarkeitbegrenzt auf das, was der Anbieter anbietetje nach Technik und Budget nahezu frei
Abhängigkeit und Umzughoch, Export meist nur teilweise möglichgering, wenn Domain, Dateien und Rechte vertraglich bei dir liegen
Datenschutz und Serverstandortvom Anbieter vorgegebenwählbar, zum Beispiel ein Server in Österreich oder der EU
Hilfe bei ProblemenHilfeseiten, Chat oder Ticket des Anbietersfester Ansprechpartner, wenn vereinbart

Was kostet ein Baukasten wirklich?

Baukasten-Tarife wirken günstig, weil die Gebühr klein und monatlich ist. Prüfe auf der Preisseite des Anbieters, welcher Tarif eine eigene Domain, Werbefreiheit, E-Mail und Shop-Funktionen enthält. Wix schreibt zum Beispiel, dass du für die Verbindung einer eigenen Domain einen kostenpflichtigen Tarif brauchst (Wix Hilfe-Center, abgerufen am 01.10.2026).

Rechne die Baukasten-Gebühr auf drei bis fünf Jahre hoch und lege deine eigenen Arbeitsstunden dazu. Erst diese Summe ist mit einem Agenturangebot vergleichbar. Bei einer Agentur zahlst du mehr am Anfang, dafür weniger eigene Zeit. Wie sich Agenturpreise zusammensetzen, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website in Österreich?.

Ladeninhaberin baut nach Geschäftsschluss am Laptop ihre WebsiteKI-Bild
Die eigentlichen Kosten eines Baukastens sind oft die Abende, die er kostet.

Wie viel Zeit kostet dich ein Baukasten?

Ein Baukasten verspricht schnelle Ergebnisse, und eine erste Seite steht tatsächlich rasch. Die eigentliche Arbeit liegt woanders: Texte schreiben, die Kunden überzeugen, Fotos auswählen, die Seitenstruktur planen, Impressum und Datenschutzerklärung erstellen und alles am Handy testen. Diese Stunden fehlen dir im Betrieb. Überleg ehrlich, was eine Stunde deiner Arbeitszeit wert ist.

Mit einer Webagentur sinkt dein Zeitaufwand, er verschwindet aber nicht. Du lieferst Informationen über deinen Betrieb, Fotos oder einen Fototermin und gibst Entwürfe frei. Eine gute Agentur sagt dir zu Beginn genau, was sie wann von dir braucht, damit das Projekt nicht an fehlendem Material hängen bleibt.

Design: Vorlage oder eigener Auftritt?

Baukasten-Vorlagen sind heute meist ordentlich gestaltet. Der Haken: Viele Betriebe nutzen dieselben Vorlagen, und der Editor bestimmt, was sich ändern lässt. Für ein Café mit vielen Stammgästen reicht eine gute Vorlage oft aus. Ein Betrieb, der sich gegen viele Mitbewerber abheben muss, profitiert stärker von einem eigenen Auftritt mit passenden Farben und Schriften.

Wie gut sind Baukästen bei SEO?

Gängige Baukästen bieten die SEO-Grundfunktionen: eigene Seitentitel und Beschreibungen, anpassbare Adressen, Alternativtexte für Bilder und eine Darstellung für das Handy. Eine Baukasten-Website kann deshalb bei Google gefunden werden. Der Unterschied liegt selten im Werkzeug. Er liegt darin, ob jemand Seitenstruktur, Texte und lokale Signale mit Plan aufbaut.

Für lokale Betriebe zählen neben der Website vor allem das Google-Unternehmensprofil und Seiten, die Leistung und Ort klar benennen. Diese Arbeit erledigt kein Baukasten von allein, und auch eine Agentur muss sie bewusst einplanen. Wie das geht, zeigt der Ratgeber SEO für lokale Unternehmen in Österreich.

Ein Punkt betrifft Baukasten und Agentur gleichermaßen: KI-Systeme. Laut einer Auswertung von Vercel und MERJ führen die großen KI-Crawler wie GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot kein JavaScript aus (Vercel, 17.12.2024). Inhalte, die erst per JavaScript nachgeladen werden, sehen diese Crawler nicht. Frag deshalb jeden Anbieter, ob deine Texte direkt im HTML stehen.

Umzugskartons mit einem Laptop daraufKI-Bild
Ein späterer Umzug ist bei manchen Baukästen nur teilweise möglich.

Kannst du später umziehen?

Die Frage nach dem Umzug kommt oft erst, wenn ein Wechsel schon ansteht. Bei Baukästen ist ein Umzug meist nur eingeschränkt möglich, weil die Website auf der eigenen Technik des Anbieters läuft. Was sich mitnehmen lässt, regelt jeder Baukasten-Anbieter anders. Die Hilfeseiten der Anbieter sagen dazu Folgendes:

  • Wix: Eine Wix-Website muss laut Wix auf den Servern von Wix laufen, externes Hosting unterstützt die Plattform nicht (Wix Hilfe-Center, abgerufen am 01.10.2026).
  • Squarespace: Exportieren lassen sich bestimmte Inhalte als Datei, etwa Layout-Seiten, eine Blog-Seite sowie Text- und Bildblöcke. Andere Seitentypen, Stil-Einstellungen und Bilder in großer Menge exportiert Squarespace nicht (Squarespace Hilfe, abgerufen am 01.10.2026).
  • WordPress.com: Der Export enthält Beiträge, Seiten und Kommentare, aber nicht Design, Anpassungen und Plugins. Ein Import in eine selbst gehostete WordPress-Website ist möglich (WordPress.com, zuletzt geprüft 18.09.2026).

Bei einer Webagentur hängt deine Freiheit vom Vertrag ab. Lass dir zusichern, dass die Domain auf deinen Namen läuft, du bei einem Wechsel alle Dateien bekommst und Design, Texte und Bilder weiter nutzen darfst. Welche Fragen du dafür vor der Auftragsvergabe stellst, steht im Ratgeber den richtigen Webdesigner finden.

Datenschutz: Wo liegen deine Daten?

Als Betreiber der Website bist du für die Daten deiner Besucher verantwortlich, etwa für Anfragen aus dem Kontaktformular. Der Baukasten- oder Hosting-Anbieter verarbeitet diese Daten in deinem Auftrag. Die Datenschutzbehörde erklärt, was eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO mit einem solchen Auftragsverarbeiter enthalten muss (Datenschutzbehörde).

Sitzt der Anbieter in den USA, ist der Serverstandort besonders wichtig. Laut Datenschutzbehörde deckt der Angemessenheitsbeschluss vom 10.07.2023 nur Übermittlungen an US-Unternehmen ab, die auf der Data-Privacy-Framework-Liste stehen (Datenschutzbehörde). Frag jeden Anbieter: Wo stehen die Server, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und welche fremden Dienste laufen mit? Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.

Für wen passt ein Baukasten?

Ein Baukasten ist für manche Betriebe die vernünftigere Lösung. Das gilt vor allem in diesen Fällen:

  • Du gründest gerade und willst erst testen, ob dein Angebot ankommt.
  • Du brauchst nur eine Visitenkarte mit Leistungen, Öffnungszeiten und Kontakt.
  • Du schreibst gern und hast Zeit für Texte, Fotos und Pflege.
  • Dein Budget für die Website ist sehr klein.
  • Neue Kunden kommen bei dir vor allem über Empfehlungen und kaum über Google.

Wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, starte ruhig mit einem Baukasten. Registriere die Domain dabei auf deinen eigenen Namen, idealerweise bei einem Anbieter unabhängig vom Baukasten. So kannst du später zu einer Agentur oder einem anderen System wechseln, ohne deine Adresse zu verlieren.

Für wen passt eine Webagentur?

Eine Webagentur lohnt sich, wenn die Website für deinen Betrieb arbeiten soll. Das trifft vor allem in diesen Fällen zu:

  • Die Website soll regelmäßig Anfragen, Buchungen oder Bewerbungen bringen.
  • Du willst bei Google für deine Leistungen und deinen Ort gefunden werden.
  • Du brauchst Funktionen wie Online-Buchung, Shop, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen.
  • Du hast keine Zeit, dich in Gestaltung, Texte und Technik einzuarbeiten.
  • Du willst Domain, Inhalte und Server unabhängig von einer Plattform halten.

Gibt es Mischformen?

Zwischen „alles selbst“ und „alles von der Agentur“ gibt es mehrere Wege. Diese Mischformen aus Baukasten, Eigenleistung und Agentur sind möglich:

  • Agentur richtet ein, du pflegst: Die Agentur baut Struktur, Design und Texte, du übernimmst danach kleine Änderungen selbst, nach einer Einschulung.
  • Agentur liefert Konzept und Texte, du baust: Du bekommst Seitenplan und Texte und setzt sie selbst im Baukasten um.
  • Erst Baukasten, später Agentur: Du startest günstig und lässt die Website neu bauen, sobald sie mehr leisten muss. Plane den Wechsel mit ein, denn meist ist es ein Neuaufbau.
  • Agentur-Website mit Pflegevertrag: Die Agentur übernimmt Updates und Änderungen gegen eine monatliche Pauschale.

Checkliste: Baukasten oder Agentur?

Beantworte die folgenden Fragen mit Ja oder Nein. Je öfter du Ja sagst, desto eher passt eine Webagentur. Bei überwiegend Nein ist ein Baukasten ein guter Start.

  1. Soll die Website messbar Anfragen, Buchungen oder Verkäufe bringen?
  2. Suchen deine Kunden bei Google nach deiner Leistung in deinem Ort?
  3. Hast du mehr als eine Handvoll Leistungen, Standorte oder Sprachen?
  4. Brauchst du Funktionen wie Buchung, Shop oder Schnittstellen zu anderer Software?
  5. Fehlen dir pro Woche die Stunden, um Texte zu schreiben und die Website zu pflegen?
  6. Gibt es in deiner Region viele Mitbewerber mit guten Websites?
  7. Ist dir wichtig, dass deine Daten auf einem Server in Österreich oder der EU liegen?
  8. Willst du jederzeit den Anbieter wechseln können, ohne neu anzufangen?
  9. Wünschst du dir einen festen Ansprechpartner, der deinen Betrieb kennt?

Fazit

Ein Baukasten ist eine ehrliche Lösung für einfache Auftritte, wenn du Zeit hast und dein Budget klein ist. Eine Webagentur lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringen, bei Google gefunden werden oder mit deinem Betrieb wachsen soll. Prüfe in beiden Fällen, ob die Domain auf deinen Namen läuft und wie ein späterer Umzug funktioniert. Rechne Kosten immer über mehrere Jahre und mit deiner eigenen Arbeitszeit.

Wenn du nach der Checkliste eher bei der Agentur landest, ist ein unverbindliches Gespräch der einfachste nächste Schritt. Auf der Seite Webdesign-Agentur erfährst du, wie Ipsom aus Schwaz Websites für Betriebe in ganz Österreich zum Festpreis umsetzt, mit einem festen Ansprechpartner.

Häufige Fragen

Noch Fragen?

Reicht ein Baukasten für eine Firmenwebsite?

Für eine einfache Visitenkarte mit Leistungen, Öffnungszeiten und Kontakt reicht ein Baukasten oft aus. Voraussetzung ist, dass du Zeit für Texte, Fotos, Rechtstexte und Pflege hast. Sobald die Website regelmäßig Anfragen bringen oder besondere Funktionen haben soll, stößt du mit einem Baukasten schneller an Grenzen.

Kann ich mit einem Baukasten bei Google gefunden werden?

Ja. Gängige Baukästen bieten SEO-Grundfunktionen wie eigene Seitentitel, Beschreibungen und anpassbare Adressen. Ob deine Website gefunden wird, entscheiden vor allem Seitenstruktur, Texte und lokale Signale wie das Google-Unternehmensprofil. Diese Arbeit nimmt dir ein Baukasten nicht ab.

Kann ich später von einem Baukasten zu einer Agentur wechseln?

Ja, aber meist als Neuaufbau. Eine Wix-Website lässt sich laut Wix nicht auf einem anderen Server betreiben, bei Squarespace und WordPress.com lassen sich nur Teile der Inhalte exportieren. Deine Domain kannst du mitnehmen, wenn sie auf deinen Namen läuft.

Was kostet eine Website von einer Agentur?

Das hängt vom Umfang ab. Bei Ipsom kostet eine Website für Kleinunternehmer 1.400 € Fixpreis, eine Website für Unternehmer ab 2.500 €, eine Website für mittlere Unternehmen ab 5.000 € und ein Webshop ab 1.500 €, jeweils netto. Hosting und Wartung kosten 20 € im Monat, E-Mail-Postfächer inklusive.

Ist ein Baukasten DSGVO-konform?

Das hängt vom Anbieter und von deiner Einrichtung ab. Prüfe, ob der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO anbietet, wo die Daten gespeichert werden und ob ein US-Anbieter auf der Data-Privacy-Framework-Liste steht. Bei rechtlichen Fragen hilft die Datenschutzbehörde oder eine Rechtsberatung.

Kann ich eine Agentur-Website selbst pflegen?

Das kommt auf die Technik und den Vertrag an. Viele Agentur-Websites lassen sich über ein Redaktionssystem selbst bearbeiten. Frag vor der Auftragsvergabe, welche Inhalte du selbst ändern kannst und ob eine Einschulung im Angebot enthalten ist.

Wenn du es nicht selbst machen willst

Lieber umsetzen lassen?

Ipsom aus Schwaz setzt das für Betriebe in ganz Österreich um – zum Festpreis, mit einem festen Ansprechpartner.

+43 677 6400 4249
Über den Autor
Bernd Broschek, Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek, BEd

Webdesign & SEO bei Ipsom

Bernd Broschek ist bei Ipsom in Schwaz für Webdesign und Suchmaschinenoptimierung zuständig – und der Ansprechpartner, der Projekte vom ersten Gespräch bis nach dem Livegang begleitet. In den Google-Bewertungen von Ipsom ist sein Name der, der am häufigsten fällt. Im Ratgeber schreibt er auf, was in Projekten mit kleinen Betrieben in Österreich wirklich funktioniert.

Schwerpunkte
  • Webdesign
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Google-Unternehmensprofil
  • KI-Sichtbarkeit